Mit ‘afd’ getaggte Beiträge

Sonntag ist es soweit, NRW wählt seinen neuen Landtag für die kommenden fünf Jahre. In diesem Post geht es um die beiden Parteien, die es wahrscheinlich (wieder) ins Parlament schaffen werden: zur Linken haben wir die gleichnamige Linke, zur Rechten die 2013 gegründete Alternative für Deutschland (kurz: AfD).

Ich muss leider zugeben, dass ich stark in Verzug geraten bin mit diesen Posts. Darum gibt es hier keine ausführliche Zusammenfassung wie bei den anderen Parteien. Das hat nichts mit parteipolitischer Gesinnung zu tun, vielmehr damit, dass ich mich zeitlich verschätzt hatte.

AfD

Das 84-seitige* Wahlprogramm der AfD trägt die Tagline „Für unsere Familien und unsere Heimat“ und ist auf der Homepage der NRW-Fraktion abrufbar. Man kann sich das Programm direkt online im Reader durchlesen oder auch als PDF herunterladen. Als Vorwort zitiert die Partei Heinrich Heine: „Diejenigen fürchten das Pulver am meisten, die es nicht erfunden haben.“

Es gibt keine Präambel oder Kurzfassung. Wer es eilig hat, dem empfehle ich, sich auf das achtseitige* Inhaltsverzeichnis zu beschränken, da die Partei hier sämtliche Forderungen auflistet, wie „Die AfD fordert die neunjährige Schulzeit am Gymnasium für alle – G8 auf freiwilliger Basis“ oder „Wir fordern, dass die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen auf das „deutsche Volk“ vereidigt wird“. Im eigentlichen Wahlprogramm werden diese Punkte in ein bis zwei Absätzen weiter erklärt.

 

Die Linke

Auch das Wahlprogramm der Linken lässt sich online auf der Seite der Landespartei abrufen oder als 132-seitige PDF-Datei herunterladen. Ebenso gibt es ein knapp vierminütiges YouTube-Video, in welchem das Kurzwahlprogramm in Gebärdensprache vorgestellt wird. Zum siebenseitigen* Kurzwahlprogramm zum Herunterladen kommt man über einen weiteren Link.

Die Langfassung trägt die Tagline „Für eine Politik, in der die Menschen zählen.“ Die Kurzfassung hat ihren eigenen Titel, nämlich „Zeig Stärke für ein NRW der Menschen und Möglichkeiten“. Die wichtigsten Punkte stehen gleich vorne auf der ersten Seite hinter dem Titelblatt in Form von Versprechen, für die Linke steht, z.B. „Für einen Landes-Mindestlohn von 12 Euro – damit auch die Rente sicher ist“ oder „Für ein Bildungssystem, das fördert statt auszusortieren: längeres gemeinsames Lernen und ein Ende von G8“.

 

Das war’s von meiner Seite aus. Ich gehe dann mal am Sonntag wählen und hoffe, mich damit nicht in einer Minderheit wiederzufinden.

 

*Hier sollte erwähnt werden, dass es sich nicht um Seiten im DIN A4-Standard handelt, sondern um ein quadratisches Format.

*Staub wegwisch* Ja, ich lebe noch, auch wenn mein letzter Blogeintrag schon ein paar Jährchen zurückliegt *hüstel*. Es ist viel bei mir passiert seitdem, und ich kann auch nicht versprechen, dass ich hier jetzt wieder anfange, regelmäßig zu posten, auch wenn ich diverse politische Entwicklungen in der letzten Zeit wahlweise sehr interessiert oder auch sehr irritiert mitverfolgt habe.

Warum komme ich jetzt zurück? Nun, zum einen, weil ich erst seit dieser Woche wieder die Zeit und Muße dafür habe. Und zum anderen, weil ich als NRW-lerin die anstehende Landtagswahl endlich zum Anlass nehmen möchte, wieder „zurück zu den Wurzeln“ zu finden, sprich: Die Wahlprogramme der Parteien lesen und hier zusammengefasst wiedergeben zur besseren Information aller interessierten Wähler, bzw. Wahlverfolger.

Die Landtagswahl NRW 2017 findet dieses Jahr am 14. Mai statt, und die Parteien haben ihre Wahlprogramme bereits veröffentlicht. Dieses Jahr sind ganze 31 Parteien zur Wahl zugelassen worden, doch ich werde wieder nach gewohntem Muster verfahren: Ich fange mit den derzeit im Landtag vertretenen Parteien an, beginnend mit der Regierungskoalition aus SPD und Grünen und weiter mit der Opposition aus CDU, FDP und Piraten. Letztere waren das letzte Mal der „heiße Anwärter“, über den ich geschrieben habe, weil sie gute Chancen hatten, die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen. Dieses Jahr gibt es gleich zwei, jeweils am Ende des politischen Spektrums: Die Linke, die 2012 rausgeflogen sind, und die AfD, die damals noch nicht existierte.

Mein Ziel ist es, diese Posts in den nächsten zwei Wochen zu beenden.