Plagiatsdebatten

Veröffentlicht: 11. Februar 2013 in deutschland
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In der ganzen Debatte darum, ob die ehemalige Bildungsministerin Schavan ordnungsgemäß zitiert hat oder nicht, sollte Folgendes von beiden Seiten beachtet werden:

1. Es gibt keine bundesweit einheitlichen Richtlinien zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit. Die Anforderungen unterscheiden sich von Universität zu Universität, manchmal gibt es nicht einmal innerhalb einer Fakultät Einigkeit. An der Universität zu Köln beispielsweise bietet jedes einzelne Seminar der Philosophischen Fakultät eigene Leitfäden an. Daher muss überprüft werden, ob Frau Schavan sich an die Zitierweise ihres Fachbereichs gehalten hat.

2. Solche Richtlinien können sich ändern. Daher sollte überprüft werden, ob Frau Schavan sich an die Richtlinien gehalten hat, die zum damaligen Zeitpunkt in ihrem Fachbereich gegolten haben.

Ob diese beiden Aspekte vom Prüfungsausschuss der Universität zu Düsseldorf berücksichtigt worden sind, ist mir nicht bekannt. Dass Frau Schavan dagegen Klage einreicht, kann mehrere Gründe haben. Vielleicht hat sie kein Unrechtsbewusstsein. Oder vielleicht hat sie die Arbeit wirklich unter besten Wissen und Gewissen so erstellt. Vielleicht handelt eine oder beide Parteien hier politisch motiviert. Welcher Grund auch immer vorliegt: Es ist ihr gutes Recht, den Fall vor Gericht zu bringen. Und da sich nun beide Seiten vor einer unabhängigen Instanz rechtfertigen und Beweise vorlegen müssen, kann die Öffentlichkeit davon nur profitieren, denn so kommt vielleicht die Wahrheit ans Licht – ein begrüßungswertes Ziel.

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