Archiv für Dezember, 2011

Ich kann mir das nicht mehr mitansehen. Diese schier endlose Talfahrt der FDP, die immer weiter sinkende Wählergunst für eine der ältesten Parteien in der Bundesrepublik Deutschland, die Hilflosigkeit der Parteiführung, wie man das Ende noch abwenden könnte. Aber vor allem kann ich nicht mehr mitansehen, wie Journalisten und sogar eigene Parteimitglieder die FDP für unrettbar halten und nur noch die Tage zu zählen scheinen, bis Philipp Rösler das endgültige Aus der Liberalen erklärt.

Dem kann ich mich nicht anschließen. Ich habe zwar noch nie für die FDP gewählt, aber ich erkenne ihren Platz in der Parteienlandschaft Deutschlands an. Deutschland ist, wie eigentlich die meisten Länder, eine heterogene Nation – keine Partei kann von sich behaupten, für alle Teile der Bevölkerung zu sprechen. Und die FDP war mal die Partei der Selbständigen und Unternehmer, des Mittelstandes in der Wirtschaft, bevor sie diese Klientel mehr und mehr zu Gunsten von Großkonzernen und Banken vernachlässigte.

Als Christian Lindner seinen Rücktritt als Generalsekretär ankündigte, war mein erster Gedanke „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.“ Sehr konstruktiv, wirklich. Warum Probleme analysieren und versuchen zu lösen, wenn man auch genauso gut abhauen und dann, wenn es nicht mehr schlimmer kommt, sich als Retter profilieren kann? Oder will er vielleicht in einer anderen Partei neu anfangen? Jede Partei, die ihn aufnimmt, sollte allerdings darauf gefasst sein, im Notfall von ihm im Stich gelassen zu werden. Loyalität sieht anders aus.

Aber zurück zum Thema. Heute möchte ich hier meinen persönlichen Rettungsplan für die FDP vorstellen. Denn es kann nicht sein, dass auf dem rechten Spektrum nur noch CDU/CSU und rechtsradikale Parteien vertreten sind.

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